Dienstag, 25. Februar 2014

Burg Kakesbeck, ein Rittersitz mit Rissen, ich zitiere aus der Zeitung der westfälischen Nachrichten …



Die Burg Kakesbeck liegt weit außerhalb von Lüdinghausen ...






Die Wasserburg liegt sehr versteckt in weiten Münsterländer Länderreihen zwischen Feldern und Wälder ...

Von Lüdinghausen kommend in der Richtung der Stadt Senden also in nördliche Richtung fährt man auf der Bundestrasse 235 entlang bis ein Hinweisschild zu der Wasserburg führt.

Leider kann man die Burg nur von außen besichtigen, weil sie im Privatbesitz ist ...

Von der Straße Kakesbecker Damm hat man einen kleinen Einblick auf Gemäuer und die restaurierten Burgteile ...

Das Gelände und die Burg sind noch immer im Aufbau und wird sich sicherlich noch etliche Jahre oder Jahrzehnte hinziehen ...






Vermutlich ist die jetzigen restliche Burg Kakesbeck auf einen ehemaligen Wehrhof des fränkischen Kriegers (Kakar) im 9. Jahrhundert zugeschrieben werden kann.

Die früheste schriftliche Erwähnung des Namens als Lage-Bestimmung eines zum Kloster Werden gehörigen Hofes datiert ins 10. Jahrhundert.

Im 11. Jahrhundert bestand neben dem Wirtschaftshof in unmittelbarer Nähe der heutigen Anlagen zusätzlich eine Turmhügelburg.

Der große Baubestand soll in großen Teilen auf das 14.- 16. Jahrhundert zurückliegen.


An der linken Seite der Burganlage verläuft das kleine Flüsschen Stever.

Dort gibt es auch einen Wirtschaftsweg den man in nördlicher Richtung laufen kann, man hat vor allem im Herbst einen einblick auf das Gelände und den großen Baumbestand ...
















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Samstag, 1. Februar 2014

Renaissanceburg Lüdinghausen ...



Die Stadt der Wasserburgen im Münsterland mit Gräften umgeben ...


Die Burg Lüdinghausen liegt direkt im Zentrum Lüdinghausen umgeben von Gräften …





Es gibt einige kostenlose Parkplätze direkt neben der Burg …
Die Parkplätze liegen an der Stever Str. gegenüber von der Graf Wedel Straße
Das Befestigungssystem der Burg bildet heute einen herrlichen Stadtpark.
Es gibt einige Wege die führen um und an der Burg vorbei die von Gräften und Wasser umgeben sind ...
Es sind immer wieder unterschiedliche Ausstellungen und Veranstaltungen in der Burg.
Die Burg ist im Außenbereich ständig zu besichtigen, der Kapitelsaal und der Renaissance-flügel zu festen Öffnungszeiten.
Die Burg wurde im 12. Jahrhundert als Stammsitz der Herren von Lüdinghausen errichtet und im 16. Jahrhundert unter Gottfried von Raesfeld zu einer typischen Renaissance Burg umgebaut.
Aus dem 16. Jahrhundert stammen auch einige der interessanten Baudetails.
Noch heute verweist der Südflügel im Innenhof mit seinen reich verzierten Fenstergiebeln und seiner prächtigen Wappentafel auf das Repräsentationsbedürfnis jener Zeit.
Ein reizvoller Rad- und Fußweg führt zur nahen Burg Vischering.



Ein winterlicher Rundgang um die Renaissance-Burg ...




















Hier stand einmal der 45 meter hohe Burgfried auf dem Burghof ...
Der Durchmesser von 12,50 M & 4,5 Meter das Mauerwerk
so steht es auf der Bronze Platte ... 








Die Hoffassade repräsentiert in vorzüglicher Weise 
Renaissanceschmuckelemente der Zeit: Horizontale Wasserschläge, 
beachtliche Dreiecks- und Segmentgiebel über Türen und Fenstern, eine 
große Wappentafel Raesfeld – Merveldt und im Aufsatz des ehemaligen 
Hauptportals eine kulturgeschichtlich bemerkenswerte Inschrift mit den 
Lebensmittelpreisen der Jahre 1573/74:  

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Die in Stein gehauene Tafel, die Lebensmittelpreise aus den Jahren 1573/74 anzeigt, verwundert heute Laien und Fachleute.

So steht es auf Stein geschrieben...

Im Iar Doman 1515 kosteten in Dalern:

Ein Aem Wins 24
Ein Vat Bottern 42
Ein Vat Herings 10
Ein Loep Salts 5
Ein Molt Rogge 6 1/2
Ein Molt Gersten 5 1/2

Ein Molt Haveren 4

Das Molt, Molter oder Malter, war ein Volumenmaß im Großherzogtum Oldenburg. 
Es war ein sogenanntes Getreidemaß und entsprach 12 Scheffel.

Der Scheffel auch Schaff, Schäffel, Simber, Sümber, Sümmer, Simmer ist ein altes Raummaß, das zur Messung von Schüttgütern (z. B. Getreide) benutzt wurde und deshalb auch Getreidemaß genannt wurde.
 In Westfalen wurde der Scheffel auch zum Messen von Steinkohle verwendet.
 Die ungefähre Größenordnung eines Scheffels lag zwischen 40 und 230 Litern. 
Weiterhin bezeichnet ein Scheffel (Landes) eine alte landwirtschaftliche Flächeneinheit.


 Ein Ohm oder Aem umfasste z. B. im Rheingau 150 l und an der Mosel 160 .

Ein Vat fasste bei ca. 100 l etwa 220 – 250 Heringe.

 Ein Loep oder Loof umfasste als Getreidemaß etwa 40 – 60 l, als Salzmaß im Münsterland sicherlich deutlich 
weniger. 


 Ein Malter (= 4 Scheffel) fasste in Lüdinghausen etwa 100 l .




Links und rechts der Burg ...




In dem Gebäude neben der Burg ist die VHS Senden untergebracht ...
















Es geht in kürze weiter.

Ich werde in der dritten Folge 
von der Wasserburg
Kakesbeck bei Lüdinghausen
berichten...