Sonntag, 22. Juni 2014

Femeiche ein lebender Zeitgenosse Karls des Großen, die über 1000jährige Femeiche im Dorf Erle bei Raesfeld Münsterland.

Die über tausendjährige Femeiche von Erle/ Raesfeld ...


Münsterland

Meine Besuche in Raesfeld am und um das Schloss
sind auch immer Fahrten durch das Münsterland vorbei an kleinen Dörfern und Sehenswürdigkeiten.
Die auch einmal einen Zwischenstopp oder einen Bummel durch
den Ort durchaus überraschen lässt.

So auch der kleine Ort Erle, der an der Bundesstraße 224
liegt und die Hauptstraße ist die Schermbecker Straße.
Durch Zufall habe ich bei der Suche in Google Map den Hinweis von einer Femen Eiche gelesen ...

Nun wollte ich auch unbedingt den Ort und diesen mystischen Baum besuchen ...

Gesagt getan, ich war aber eher skeptisch ob die Eiche  die dort nur Fragmente dort stehen sollen auch nach diesem gigantischen Orkan (Ela) überlebt hat ...

Die Gewitterfront des Tiefdruckgebiets Ela überzog am 9. und 10. Juni 2014 vor allem Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen mit Unwettern.
Dieser Sturm hat verehrende Schäden in der Natur angerichtet und auch Menschenleben gekostet.

Nun gut nach Ankunft am Ziel auch unterwegs musste ich feststellen das in diesem Bereich die Orkanschäden sich sehr in Grenzen gehalten haben.

Ich war überrascht, ihn in einer so grünen Belaubung zu sehen,
aber der Stamm sieht schon spektakulär aus
eher traurig als gigantisch


Er kam mir vor wie ein alter Mann gestützt auf Holzpfählen und zum Teil im eiserneren Korsett, von dem mächtigen Baum sind heute nur „Bruchstücke“ vorhanden.
Seit langer Zeit versuchen die Menschen dem Baum zu erhalten, vermutlich der Mittelstämmling aus,
so das Wasser in den Stamm eindrang und Pilze das Kernholz zersetzten und die Höhlung entstand

Das geschätzte Alter liegt bei 1300 bis 1500 Jahre, aufgrund ihres Stammdurchmesser um (1892 noch 4-5m in Brusthöhe gemessen.)
Davor angeordnet sind ein paar Felsbrocken, wo im Mittelalter dies geheime Femegericht stattfand.

Unter der Eiche wurden nachweislich bis zum 16. Jahrhundert Femegerichte abgehalten.
Sie gilt als der älteste und bekannteste Gerichtsbaum in Mitteleuropa.

Das Femegericht war besonders in Westfalen verbreitet war.











Im Schatten der Eiche tagte im Mittelalter das geheime Femegericht (Feme=Gericht, Strafe), da damals Ø den vryen Stoel tum Aßenkampe × genannt wurde.
Femegerichte waren in der Zeit besonders in Westfalen verbreitet.
Sie urteilten im Namen des Kaisers über Schwerverbrechen wie Mord, Raub Brandstiftung und Meineid, welche bei einem Schulspruch die Todesstrafe durch Strang nach sich zogen.





































Donnerstag, 5. Juni 2014

Auf den Spuren der Dichterin Annette Droste von Hülshoff / Münster.

Besuch am Bodensee in Meersburg auf den Weinbergen gelegene „Fürstenhäusle” von Annette …



Hoch oben auf einem Weinberg in Meersburg
den Blick über den Bodensee da liegt das Fürstenhäusle.
Mein Frühlings-Urlaub am Bodensee habe ich diesmal genutzt, um die Orte zu besuchen wo die Annette von Drost Hülshoff gewirkt und teilweise gelebt hat.
Das Fürstenhäusle wie es genannt wird liegt heute an einer Bundesstraße gelegen hoch über der Strasse auf einem Weinberg.
Für Menschen mit Gehbehinderung gibt es nur eine private enge Zufahrtstraße  und kein Parkplatz sonnst ist das Haus nur noch über eine sehr steile Treppe zu erreichen.
Die Meersburg wo sie bei ihrer Schwester Maria Anna, genannt Jenny und Schwager Freiherr Joseph v. Laßberg zum größten Teil zu besuch und gelebt hatte habe ich außen vor gelassen.




An der Hecke geht ein Treppenaufgang von der Bundesstraße zum Fürstenhäusle hoch ...














Im linken drittel vom Bild sieht man ein Teil der Meersburg wo Annette bei ihrer Schwester und Schwager gewohnt hat.
Der Blick geht über Meersburg zum Bodensee wo man  die Auto-Fähren von Konstanz kommend nach Meersburg  sieht ...


Im Bereich des Garten vor dem Haus hat man die Möglichkeit sich umzuschauen und in den bereit gestellten Stühlen  Platz zu nehmen und die Seele baumeln zu lassen.
Man kann sich schön in die Zeit zurückversetzen lassen was für einen Ausblick 
da Annette hatte, wenn sie hier ihre Zeit verbrachte.
So wie uns überliefert wurde hat sie nicht in dem Haus gelebt, aus Gesundheitsgründen das sie fünf Jahre vor ihren Tod durch Ersteigerung  erworben hatte.





Das Arbeitszimmer mit Aussicht auf den Bodensee nannte sie „Schwalbennest“.


Die Zimmer im vorderen Teil des Hauses, sind liebevoll mit einigen Möbelstücken und persönlichen Dingen von Annette eingerichtet ...

An der linken Fensterfronnt hängt ein Bild ihres Bruder Werner und an der rechte Seite die Frau von Werner,Karoline " Line" genannt.








Das Hammerklavier von Annette ,wo sie drauf gespielt hat ...



Schriftstücke von Annette auf
den damals sehr wertvollen und
teuren
Pergamennt
geschrieben.


In dem Bild ist eine Haarlocke von Annette und
ein Orginal
Siegellack-Stempel. 






H





Das sind keine Scherenschnitte von Annette, sondern diese wurden Annette mit feinen Nadel ausgestochen
durch ihre sehr schwache Sehkraft war ihr das nicht möglich einen Scherenschnitt zu machen....






***

Ich habe auch die letzte Ruhestätte von Annette Droste von Hülshof  besucht.
Der auch in Meersburg auf einem alten Friedhof liegt...
Der Friedhof ist auch sehr  sehenswert es gibt dort sehr alte Gräber und Interessantes zu entdecken.









Das Grab von Annette von Droste Hülshoff, auf dem Grabstein erkennt man das Wappen von
Hülshoff ...
****